| Clémence Ruben |
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| Ich bin eine TransFrau Zum Inhaltsverzeichnis von den Texten |
Inhalts- verzeichniss Clémence |
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| Transition? Juli 26
Transition gibt es weder im Inneren noch im Äusseren. Ich bin schon, was ich bin. Ich bin innen eine Frau. Und mein Körper ist männlich. Also bin ich eine TransFrau. Auch wenn ich es erst spät erkannt habe. Ich bin eine Frau seit der Geburt. Vielleicht schon vor der Geburt, vielleicht auch noch nach dem Tod. Muss eine TransFrau in das Mann/Frau-Schema gepresst werden? Mit Transition wird das vorgegaukelt. Das innere Sein ist nicht veränderbar. Ich bin eine Frau. Da gibt es ohnehin keine Transition. Ich lebe vom Inneren her, nicht vom Äusseren. Wir sind nicht unser Körper. Wir sind das Innere. Es wird nicht zwischen innen und dem Körper unterschieden. Es wird vermischt. Das Innere wird mit dem Äusseren gleichgesetzt. Oder es wird sogar nur der Körper gesehen. Aber es ist gar nicht möglich, dass wir nur der Körper sind. Woher hast du sonst die Gewissheit, die Erkenntnis, dass du eine Frau bist? Das kommt vom inneren Sein. Du merkst ja, dass dein Körper, das Äussere, nicht stimmt, also zeigt das, dass es ein inneres gibt. Dieses Innere bist du. Und Dein Körper ist nur die äussere Hülle. Und die entspricht nicht dem inneren Sein. Du bist innen schon immer eine Frau. Die Trennung des inneren und äusseren ist da. Ich finde es eine bedeutsame Erkenntnis. Es ist eine Erfahrung, welche nicht weitergegeben werden kann. Deshalb sind die Diskussionen über Trans oft so schwierig. Die meisten Menschen erkennen das nicht, auch viele TransMenschen nicht. Es wird als Transition bezeichnet, wenn man aus einem männlichen Körper einen weiblichen oder feminineren gestaltet, also aus einem Mann eine Frau macht. Wenn man das Innere mit dem Äusseren gleichsetzt.
Wann hört dieser Prozess auf? Geht er ein Leben lang? Ist man erst dann eine Frau, wenn der Prozess oder der Weg, die Transition, abgeschlossen ist? Wenn man Hormone nimmt, im Gesicht Operationen macht und anderes, ich kenne nicht alle Möglichkeiten. Diese Angleichungen können schön sein und einem helfen, seinen Körper besser zu akzeptieren, und zu Zufriedenheit führen. Wir brauchen ein Feedback von unserem Körper. Sie können aber auch zu weit gehen, wie die Geschlechtsoperation. Aber es ist jeder selbst verantwortlich für seinen Körper. Das alles ist aber keine Transition, es sind Veränderungen oder Angleichungen am Körper. Man kann es auch Feminisierung nennen. Es ist keine Umwandlung, also keine Transition. Das Wort gaukelt vor, dass eine Umwandlung möglich ist. Ich halte es für ehrlicher, wenn man von Angleichungen vom Körper redet. Und die kann man ja machen, so viel man möchte. Das kann ja auch eine Sucht sein und nie aufhören. Im Grunde bleibt dein Körper männlich. Akzeptiere deinen Körper. Innen bist du ja eine Frau. Schon immer, seit Geburt! Du wirst nie zu einer echten Frau. Aber du bist und bleibst immer eine echte TransFrau. Auch wenn du noch so viele Angleichungen machst. Das ist es, was du betonen musst. Sei eine echte TransFrau und mache nicht eine Frau nach. Du kannst es ganz bewusst sein, es feiern. Stolz darauf sein. Es ist einfacher, dich als TransFrau zu zeigen, als es zu verleugnen. Sei ehrlich mit dir selbst, da es immer sichtbar sein wird, vor allem wenn du älter wirst. Stehe zu deinem Körper. Aber stehe auch zu deinen Angleichungen. Das gibt dir Kraft und Selbstbewusstsein. Nur weil dein Trans nicht in die Gesellschaft passt, musst du nicht eine Frau nachmachen. Denke nicht wie die Gesellschaft. Wie denkst du? Wenn du meinst, du bist nur nach einer sogenannten Transition eine Frau, hast du dich selbst getäuscht, es ist Illusion. Weil du mit dem Körper identifiziert bist, kannst du die Illusion nicht wahrnehmen. Du bist mit der Illusion deiner Gedanken identifiziert. Ob du die Illusion aufrechterhalten kannst, ist eine andere Frage. Du bist von Geburt an eine TransFrau und bleibst eine. Auch wenn du es nicht sehen willst. Oder du hast dir alles nur eingebildet, du bist gar nicht Trans, das gibt es leider auch. Dann bist du mit deinen Gedanken identifiziert. Es braucht Gedankenkontrolle, Abstand zu seinen Gedanken. Wir sind nicht die Gedanken, es ist ein Werkzeug. Dann hast du noch nicht gemerkt, dass es etwas Inneres in Deinem Körper gibt. Das wärst dann eigentlich du. Identifiziere dich mit dem inneren, nicht mit dem äusseren. Dann bist du schon, was du bist. Wir sind hier, auf der Erde, sehr dem Körperlichen ausgeliefert, sonst wären wir wohl nicht hier. Der Körper ist so wichtig, und wenn er nicht stimmt, ist es schwierig, das zu leben. Deshalb verstehe ich es sehr gut, wenn man diesen Körper angleichen möchte. Aber es wird nie perfekt sein, es ist immer nur das Äussere. Das ist eigentlich komisch, weil ich ja innen schon immer eine Frau bin. Aber für uns ist das Äussere wichtiger. Wir sind eben sehr visuell geprägt, und orientiert. Wir haben Augen. Ich sehe mich als Frau. TransFrau. |
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